Nach Miniaturstadt, Restaurant und Autokino rundete das Hotel die Angebote von Minidomm ab. So konnte man auswärtigen Gästen eine längere Anfahrt schmackhaft machen, ohne nach Übernachtungsmöglichkeiten in der Umgebung suchen zu müssen. Man war direkt vor Ort und bekam praktisch alles aus einer Hand. Das von Minidommgründer und Architekt Will Dommel entworfene Hotel befand sich über dem Restaurant im Dachgeschoss, wo auf drei Etagen insgesamt 50 Zimmer lagen. Davon blickten zwei Zimmer auf die Leinwand des Autokinos und je 24 auf den Miniaturpark bzw. den Parkplatz. Durch die Dachschräge war das Platzangebot der Zimmer jedoch unterschiedlich.

Beim Start der Miniaturstadt im Jahr 1967 war das Gebäude schon im Bau. Die Hoteleröffnung fand am 21.08.1971 statt, Stargast war der beliebte Schauspieler und Sänger Willy Millowitsch. Das Publikum war natürlich auf ihn fokussiert und wollte Autogramme, die anwesenden Gäste aus Politik und Stadtverwaltung gerieten eher an den Rand.

Alle Zimmer des "First-Class-Hotels" waren mit Bad, WC, Fernseher, Radio und Telefon ausgestattet, was damals noch längst nicht überall Standard war. In einigen Zimmern konnte man vom Bett aus die Filme des Autokinos sehen, Lautsprecher in den Nachttischen übertrugen den Ton. Das Hotel stand nicht zur Besuchern von Minidomm offen, z. B. auch Geschäftsleute und Firmen nutzten Hotel bzw. Tagungsräume. Vom Hotel aus gab es direkten Zugang zu Miniaturstadt, Restaurant, Bar und den Tagungsräumen. Wie auch die Gastronomie war das Hotel verpachtet. Der Preis pro Übernachtung einschließlich Frühstück betrug 1973 für ein Einzelzimmer 50 DM und für ein Doppelzimmer 80 DM.
In Minidomm-Broschüren ab etwa Mitte der 80er-Jahre wurde das Hotel nicht mehr explizit erwähnt, deswegen ist unklar, ob es bis zur Schließung von Minidomm im Jahr 1992 bestand.

minidomm hotel
Hoteleingang 1976 (Eigene Sammlung)
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Zimmer Anfang 70er-Jahre (Ziethen-Verlag)
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Hotel 1976 (Eigene Sammlung)

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